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Nachdem am vergangenen Wochenende der erste Sieg in der Oberligahistorie des TSV Lustnau eingefahren werden konnte, konnten die Herren 40 diesen Sonntag bei der zweiten Mannschaft des TC Heilbronn am Trappensee leider nicht nachlegen und unterlagen mit 2-7.

Aufgrund der großen Hitze begann das Match bereits um 9 Uhr morgens und auf sechs Plätzen, weshalb es dem Chronisten der Ereignisse nicht möglich war, alle Spiele genau zu verfolgen. In den meisten Begegnungen waren die Lustnauer dem starken Gegner jedoch ohnehin deutlich oder komplett unterlegen. Michael Geidel schlug sich an Position 2 tapfer, doch weder mehrere Strategiewechsel während des Matches noch der unorthodoxe und angreifbare Aufschlag seines Gegners brachten den gewünschten Erfolg, und er unterlag 3-6 und 3-6. Christian Sigmund stand an Position 3 ebenfalls auf verlorenem Posten, steigerte sich jedoch im zweiten Satz und konnte diesen offener gestalten. An der deutlichen Niederlage änderte dies aber leider nichts. Gleiches gilt für Christoph Höfle, der im Vierereinzel kein Mittel gegen den extremen Kick-Aufschlag seines Gegners und dessen präzises Spiel aus dem Halbfeld fand. Michael Butter an Position 5 fand zu keinem Zeitpunkt auch nur ins Spiel und erlebte eine Niederlage, wie sie ihm seit Teenagertagen nicht mehr widerfahren war.

Deutlich besser machte es Daniel Meuter im Spitzeneinzel so wie Arlen Siegemund an Position 6. Daniel gab den ersten Satz gegen einen äußerst starken und sehr variabel spielenden Gegner zwar mit 3-6 ab, steigerte sich dann jedoch und gewann den zweiten Satz mit demselben Ergebnis. Im Match-Tiebreak konnte sich seinen Gegner dann jedoch noch einmal steigern und hatte zudem das Glück auf seiner Seite, sodass er diesen mit 10-5 für sich entscheiden konnte. Angesichts der unmenschlichen Bedingungen – bereits um 9 Uhr war es über 30 Grad heiß – war es eine beeindruckende Leistung von beiden Spielern. Eine ebensolche zeigte auch Arlen, der sich von Anfang an daran machte, seinem Gegner den Schneid abzukaufen. Immer wieder erlief er schon fast verlorene Bälle, gewann so Punkte, die sein Gegenüber bereits für sich verbucht hatte, und entmutigte diesen so immer mehr. Es war daher fast logisch, dass der Gegner das Match nicht zu Ende spielen konnte und beim Stand von 6-3 und 4-1 für Arlen aufgab.

Somit stand es nach den Einzeln 5-1 für die Gastgeber, und die Partie war bereits verloren. Der Gegner wollte nun die Doppel gar nicht mehr spielen, da er aber nicht bereit war, uns alle drei kampflos zu überlassen, bestanden wir darauf sie auszuspielen. In den ersten beiden Doppeln standen wir dabei wieder auf verlorenem Posten. Die Paarungen Daniel und Jan Hirn, der Arlen ersetzte, und Chris und Christoph unterlagen glatt in zwei Sätzen. Besser machten es die beiden Michas im dritten Doppel gegen zwei frische Spieler des Gegners. Nach zwei Breaks und nur einen kurzen Wackler bei eigenem Aufschlag holten sie den ersten Satz 6-2. Im zweiten Satz musste sie jedoch der ungeheuren Hitze Tribut zollen – das Match wurde zwischen 11:30 und 13 Uhr ausgetragen – und gaben diesen aufgrund zu vieler eigener Fehler mit 1-6 ab. Im Match-Tiebreak steigerten sie sich wieder und holten einen anfänglichen Rückstand auf. Beim Stand von 8-8 produzierte Micha Geidel dann den Schlag der Saison, der besser auf den Center Court eines Grand Slam-Turniers als in die Heilbronner Sandwüste gepasst hätte. Einen starken Lob der Gegner beantwortete er mit einem „Tweener“, der so hart und präzise war, dass er zwischen den aufgerückten Gegnern hindurch flog und Zentimeter vor der Grundlinie landete. Da der folgende Matchball direkt verwandelt werden konnte, holt Micha und Micha so den zweiten Punkt für Lustnau.

Am Ende der Saison wird sich die Mannschaft eventuell wieder aus der Oberliga verabschieden müssen, doch von Michas spektakulärem Schlag wird dort noch in vielen Jahren erzählt werden.
Es spielten: Daniel Meuter, Michael Geidel, Christian Sigmund, Christoph Höfle, Michael Butter, Arlen Siegemund und Jan Hirn.

Alle ausführlichen Termine und Ergebnissen findet Ihr auf den Seiten des WTB

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