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Am 13. Juni 2026 war es endlich so weit: Nach dem historischen Oberliga-Auftakt in Stuttgart stand für die Herren 40 der TA TSV Lustnau das erste Heimspiel der Vereinsgeschichte in der Oberliga an. Zu Gast war der TC Ruit, der nicht nur eine starke Mannschaft, sondern offenbar auch einen ordentlichen Wind im Gepäck hatte. Bereits beim Einspielen wurde klar: Heute würde nicht nur gegen den Gegner gespielt werden, sondern auch gegen Böen, die viele Bälle zu einem kleinen Abenteuer machten.

An den Positionen 2, 4 und 6 starteten Christian Sigmund, Jan Hirn und Johannes von Keler in die erste Runde.
Chris lieferte sich ein Match, das bis zum letzten Punkt völlig offen blieb. Nachdem der erste Satz durch viele eigene Fehler schnell mit 1:6 verloren gegangen war, kämpfte er sich eindrucksvoll zurück: Er wehrte drei Matchbälle ab, gewann den zweiten Durchgang mit 7:6 im Tie-Break und brachte seine Mannschaftskameraden zum Jubeln. Im entscheidenden Match-Tiebreak fehlten beim 8:10 dann leider nur wenige Punkte zum Happy End. Die knappe Niederlage fühlte sich entsprechend bitter an.

Jan erwischte einen Gegner mit einer interessanten Aufschlagtechnik, der mit den schwierigen Bedingungen leider etwas besser zurechtkam. Zwar kämpfte Jan um jeden Ball und bewies immer wieder, dass auch in der Oberliga kein Punkt kampflos abgegeben wird, am Ende musste er jedoch die Überlegenheit seines Gegenübers anerkennen und verlor mit 4:6 und 1:6. Für Johannes lief es dagegen deutlich erfreulicher. An Position sechs zeigte er eine äußerst souveräne Vorstellung und ließ seinem Gegner beim 6:2, 6:2 kaum eine Chance, ins Spiel zu finden. Er stellte sich von Beginn an glänzend auf die schwierigen Windverhältnisse ein, blieb bemerkenswert unbeeindruckt und sicherte den ersten Einzelpunkt des Tages für Lustnau.

Mit einem knappen Rückstand, aber weiterhin voll motiviert, ging es in die zweite Runde. An den Positionen 1, 3 und 5 schlugen nun Daniel Meuter, Christoph Höfle und Bastian Kopp auf.
Daniel sorgte dabei für das absolute Highlight des Tages. Gegen seinen starken Gegner (LK 6) entwickelte sich ein hochklassiges und spannendes Match, das den Zuschauern alles bot, was Tennis ausmacht: lange Ballwechsel, spektakuläre Punkte und reichlich Dramatik. Nach verlorenem ersten Satz (3:6) kämpfte sich Daniel zurück, gewann den zweiten Durchgang mit 6:2 und behielt schließlich im Match-Tiebreak mit 10:8 die Nerven. Damit sicherte er nicht nur den zweiten Einzelpunkt für Lustnau, sondern auch den wohl emotionalsten Sieg des Tages. Auch Christoph hatte einen äußerst starken Gegner vor sich. Trotz großen Einsatzes gelang es ihm leider nicht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Der Gegner agierte extrem konstant, ließ nur wenige Chancen zu und setzte sich am Ende mit 6:1 und 6:0 durch.

Basti traf ebenfalls auf einen unangenehmen Kontrahenten, der ihn mit einer starken, extrem offensiven Vorhand ständig unter Druck setzte. Während Basti in Stuttgart noch das allererste Oberligaspiel der Vereinsgeschichte für den TSV Lustnau gewinnen konnte, blieb ihm dieses Mal ein weiterer Erfolg verwehrt: Er musste sich seinem Gegner mit 0:6 und 3:6 geschlagen geben..

Vor den Doppeln musste die Mannschaft eine personelle Umstellung vornehmen. Basti entschied nach seinem Einzel, dass er sich das Doppel an diesem Tag nicht mehr zutraute. Ob dies auf körperliche Beschwerden, die Windverhältnisse oder die Erkenntnis zurückzuführen war, dass Oberliga-Tennis doch anspruchsvoller ist als erwartet, konnte bis Redaktionsschluss nicht abschließend geklärt werden. Für ihn sprang Marco Müller ein, der dadurch ungewollt zu einem weiteren Oberliga-Einsatz kam.Im Einser-Doppel gingen Chris und Christoph an den Start. Gegen ein starkes Ruiter Duo hielten sie vor allem im zweiten Satz hervorragend dagegen. Nach verlorenem ersten Satz kämpften sie sich immer wieder heran, mussten sich letztlich aber knapp mit 1:6 und 5:7 geschlagen geben.

Daniel und Jan sorgten dagegen für den Höhepunkt der Doppelrunde. Wie schon Daniel im Einzel benötigten auch sie den Match-Tiebreak, um ihre Gegner niederzuringen. Nach einem starken ersten Satz, einem deutlichen Dämpfer im zweiten Durchgang und reichlich Spannung im entscheidenden Tiebreak behielten sie die Nerven und gewannen mit 7:5, 1:6 und 10:8. Damit sicherten sie den dritten Punkt für Lustnau.
Marco und Johannes bekamen es im Dreier-Doppel mit sehr starken Gegnern zu tun. Trotz großen Einsatzes gelang es ihnen nicht, das Match entscheidend offen zu gestalten, sodass sie sich mit 2:6 und 1:6 geschlagen geben mussten.

Am Ende stand somit eine 3:6-Niederlage gegen den TC Ruit zu Buche. Dennoch zeigte die Mannschaft erneut, dass sie in der Oberliga absolut konkurrenzfähig ist. Zwei gewonnene Match-Tiebreaks, mehrere knappe Sätze und eine tolle Atmosphäre auf der heimischen Anlage machen Mut für die kommenden Aufgaben.

Alle ausführlichen Termine und Ergebnissen findet Ihr auf den Seiten des WTB

Wir stärken die Mannschaftsspieler:innen des TSV Lustnau