Verbandsliga: TSV Lustnau – Sgm Oppenweiler/Sulzbach 1:0 (1:0)
Schon seit Wochen müssen die Lustnauerinnen mit einem sehr engen Kader auskommen. Diesmal standen wieder nur zwölf Spielerinnen aus dem Kader der Ersten zur Verfügung. Von denen kränkelten Angelika Oswald und Leonie Dittrich, und Anna-Sophia Tenbruck konnte nur die ersten 45 Minuten dabei sein. Die Lösung des Problems: Zum einen halfen drei Spielerinnen aus der Zweiten, die unmittelbar vorher gespielt hatten, anschließend bei der Ersten aus. Und zum andern verstärkte ein bekannter Neuzugang den Kader: Gina Rilling ist wieder zurück beim TSV Lustnau, für den sie schon von 2018 bis 2021 in der Verbandsliga und in der Oberliga gespielt hat. Zuvor hatte sie von 2014 bis 2018 bei den VfL Sindelfingen Ladies in der 2. Bundesliga gespielt, und von 2022 bis 2024 war sie beim SV Hegnach in der Regionalliga Süd aktiv. Gina Rilling bot nach zwei Jahren Fußballpause eine gute Leistung, nachdem sie schon früh für die angeschlagene Angelika Oswald auf das Feld gekommen war.
Der Gegner aus Oppenweiler erwies sich als laufstarkes Team, das zudem immer wieder entschlossen in die Zweikämpfe ging. Lustnau war von der ersten Minute an gefordert und brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden. Die erste Chance hatte Angelika Oswald, die nach gut acht Minuten einen Eckball direkt auf die Querlatte des Oppenweiler Tores setzte. Die Gäste wurden nur einmal gefährlich, als Malou Raynoschek in der 15. Minute in letzter Sekunde von Hannah Guhl am Einschuss gehindert wurde. Lustnau erspielte sich weitere Chancen, die beste davon hatte Gina Rilling mit einem Schuss aus 12 Metern, in den sich Oppenweilers Kapitänin Janine Sommer warf und ihn dadurch ablenkte. In der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurden die Lustnauer Bemühungen dann belohnt: Eine weite Flanke von Anna Döpper wurde am Strafraum zu kurz geklärt, Hannah Guhl legte für Kim Priesnitz auf, und die zirkelte den Ball aus 18 Metern haarscharf neben den linken Pfosten ins Netz zur 1:0-Pausenführung für Lustnau.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten die Gäste ordentlich Druck, konnten sich aber aus dem Spiel heraus nicht entscheidend durchsetzen. Ihre beste Chance ergab sich aus einem Freistoß aus 25 Metern, den Johanna Liepold mit dem Kopf so verlängerte, dass er die Querlatte streifte. Nach einer guten Viertelstunde nahmen die Lustnauerinnen wieder das Heft in die Hand. Kurz nacheinander scheiterten zuerst Tanaya Betz, dann Gina Rilling allein vor Oppenweilers Torhüterin Kim Säuberlich, wenige Minuten später ging ein Kopfball von Tanaya Betz knapp über die Latte. Fast hätte sich dieser Chancenwucher gerächt, denn in den Schlussminuten warfen die Gäste alles nach vorne. Es war dann viel Betrieb am Lustnauer Strafraum, aber Torhüterin Christina Reinhold und ihre Vorderleute hielten dem Druck stand und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.
Trainer Frieder Erne: „Respekt, wie das Team trotz der vielen Ausfälle gespielt hat. Die Spielerinnen aus der Zweiten haben einen hervorragenden Job gemacht. Wir hatten die besseren Chancen und haben verdient gewonnen.“
Donzdorf und Lustnau sind nach dem vierten Spieltag die einzigen Verbandsligateams ohne Punktverlust. Donzdorf führt die Tabelle auf Grund des besseren Torverhältnisses vor Lustnau an. Nächsten Sonntag geht es für die Lustnauerinnen zum Spitzenspiel nach Donzdorf, dann aber zum ersten Mal in dieser Saison mit vollem Kader.
Für den TSV Lustnau spielten: Christina Reinhold – Lea Henes (81. Laura Bauknecht), Lisa Loreck, Miriam Mielke, Anna Döpper – Kim Priesnitz – Hannah Guhl, Anna-Sophia Tenbruck (45. Josephin Kloß), Angelika Oswald (23. Gina Rilling), Leonie Dittrich (67. Sophia Scheuermann) – Tanaya Betz. Auf der Bank: Melina Klinger.
Regionenliga 5: TSV Lustnau II – TSV Gomaringen 3:1 (0:0)
Nach dem Anpfiff dauerte es fast eine halbe Stunde, bis ein ordentliches Spiel zustande kam. Dann waren die Lustnauerinnen zwar das etwas bessere Team, konnten aber daraus kein Kapital schlagen. Das änderte sich erst nach dem Wiederanpfiff. In der 48. Minute erlief Sophia Scheuermann einen Pass von Josephin Kloß und vollendete aus 12 Metern. Das 2:0 erzielte Hannah Oswald aus 10 Metern im zweiten Versuch (55.), das 3:0 war eine direkt verwandelte Ecke von Elisa Baust (77.). Das Gomaringer Gegentor durch Anna Schilling in der 89. Minute kam zu spät, um den Lustnauer Sieg, der völlig verdient war, noch zu gefährden. In der Tabelle ist der TSV Lustnau II nach dem vierten Spieltag nun punktgleich mit Tabellenführer Munderkingen Zweiter.
Sophia Kaiser – Jil Presland, Lena Herr (45. Sophia Scheuermann), Lena Meier, Juliette Heberle – Elisa Baust, Hannah Osswald – Mia Wölm, Laura Bauknecht (75. Johanna Tenbruck), Melina Klinger – Josephin Kloß.
Bezirksliga Alb: FC Rottenburg – TSV Lustnau III 4:1 (2:1)
Personalengpass auch bei der Lustnauer Dritten: Verbandsligatorspielerin Christina Reinhold half aus ebenso wie Johanna Tenbruck aus der Zweiten. Letztere brachte ihr Team bereits in der ersten Minute in Führung, doch dann war der bislang verlustpunktfreie Tabellenführer am Drücker. Dem Ausgleich in der 6. Spielminute folgte der Führungstreffer in der 23. Minute, wenn auch aus abseitsverdächtiger Position durch Kathrin Zug. Die legte nach der Pause noch zweimal nach (60., 88.), sodass es am Ende ein klarer Heimsieg war. Die Lustnauerinnen spielten nicht schlecht, aber ineffektiv, und stehen nach zwei Spielen ohne Punktgewinn am Tabellenende.
Christina Reinhold – Johanna Tenbruck, Anja Weber, Paulin Gohr, Hannah Franz, Rebecca Rinas, Laura Glaser, Tamara Kießling, Maya Amado, Katharina Fernandez, Veronica Bachteler. Eingewechselt wurde: Leijla Bisevac.
Wir unterstützen den Tübinger Frauenfußball.