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TSV Tettnang II – TSV Lustnau 2:5

Die Landesligameisterinnen lassen nicht locker: Am 20. Spieltag (17. Mai) errangen die Lustnauerinnen ihren 20. Sieg, und dass, obwohl sie mit nur zwölf Spielerinnen die weite Fahrt an den Bodensee angetreten hatten.

Das Spiel nahm sogleich nach dem Anpfiff ordentlich Fahrt auf, Lustnau hatte schon in der Anfangsphase des Spiels drei gute Chancen. Doch schon hier zeigte sich, dass Tettnang mit Lisa Mägerle eine ausgezeichnete Torspielerin hatte, die ihr Team vor einem frühzeitigen Rückstand bewahrte. In der 12. Spielminute war sie jedoch machtlos, als Lustnaus Leonie Weber einen Eckball direkt hoch ins lange Eck platzierte. Es war bereits die zweite direkt verwandelte Ecke von Leonie Weber in dieser Saison, im Spiel gegen Bellamont vor drei Wochen war ihr dieses Kunststück auch schon geglückt. Lustnau spielte nun seine Überlegenheit aus und erhöhte in der 22. Spielminute auf 2:0. Kim Priesnitz schickte Lea Henes steil über rechts, die legte den Ball quer in den Tettnanger Fünfmeterraum, wo wiederum Leonie Weber in dem Torraum eingelaufen war und den Ball über die Linie drückte. Lustnau erspielte sich in der Folge weitere Chancen, war im Abschluss aber zu ungenau. In der 36. Spielminute gelang es Tettnang zum ersten Mal, an den Lustnauer Strafraum vorzudringen und dann gleich mit Erfolg. Sarah Martin kam aus zwölf Metern frei zum Schuss und verkürzte auf 1:2. Das Spiel war nun offener, aber ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde Lustnau wieder gefährlich. Tanaya Betz setzte sich im Strafraum gegen zwei Gegenspielerinnen durch und legte den Ball quer auf Paula Alber, die im Fünfmeterraum postiert war und den Ball in der 44. Minute zur Lustnauer 3:1-Führung einschob.

Nach Wiederanpfiff waren die Lustnauerinnen wohl mit den Gedanken noch in der Pause – jedenfalls leisteten sie sich einen leichtsinnigen Ballverlust im Mittelfeld, den Tettnang sofort ausnutzte. Larissa Siber schloss den schnellen Konter überlegt ab und verkürzte in der 46. Minute auf 2:3. Lustnau war kurz verunsichert, und Tettnang gelang es in der Folge, das Spiel in die Lustnauer Hälfte zu verlagern. Doch auch diese Lustnauer Schwächephase währte wie die in der ersten Halbzeit nur kurz, dann übernahmen die Gäste wieder das Kommando. Die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Angelika Oswald vergab zunächst eine große Chance, als sie den Ball aus kurzer Distanz über das Tor setzte. Doch nur zwei Minuten später machte sie es besser. Hannah Guhl, die zum ersten Mal als Kapitänin auflief und ein sehr gutes Spiel machte, setzte sich über links durch und flankte nach innen. Oswald wartete am langen Pfosten und köpfte den Ball in der 53. Spielminute aus kurzer Distanz zur Lustnauer 4:2-Führung ein. In der Folge kontrollierte Lustnau wieder das Spiel, gefährlich wurden beide Teams nun vor allem durch Standards. Leonie Weber hätte in der 68. Spielminute fast ihre zweite direkte Ecke verwandelt, doch ihr Eckball tropfte auf die Latte des Tettnanger Gehäuses. Ihren Freistoß in der 71. Minute parierte Tettnangs Lisa Mägerle hervorragend. Auf der anderen Seite lenkte Lustnaus Torhüterin Johanna Burkhard einen scharf geschossenen Freistoß über die Latte (79.). Den Schlusspunkt setzten die Lustnauerinnen mit einem mustergültigen Konter in der 86. Minute. Nach einer Tettnanger Ecke wurde der Ball schnell über Paula Alber und Kim Priesnitz auf Leonie Weber gespielt. Die setzte sich in Strafraum durch und legte auf Angelika Oswald zurück, die mitgelaufen war und zum 5:2-Endstand traf. Fast hätte es noch einen Nachschlag gegeben: Ein Freistoß von Lustnaus Leonie Weber in der 89. Spielminute fand zwar seinen Weg ins Tettnanger Tor, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben.

Trainer Frieder Erne: „Gegen ein junges Tettnanger Team haben wir den reiferen Fußball gespielt und verdient gewonnen.“ Der TSV Lustnau hat nunmehr 22 Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze, Zweiter ist jetzt wieder der TSV Sondelfingen.

Johanna Burkhard – Lea Henes, Lisa Loreck, Miriam Mielke, Anna Döpper – Kim Priesnitz – Tanaya Betz (46. Angelika Oswald), Maike Hillert, Leonie Weber, Hannah Guhl – Paula Alber.

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